Sozialpädagogische Familienhilfe kann nur im Dialog mit den Familien erfolgreich sein. Entsprechend folgt dieses Buch einem beteiligungsorientierten dialogischen Ansatz in der Arbeit mit Familien. Den Autorinnen und Autoren gelingt es dabei, zu Reflexionsprozessen über die eigene Haltung, gesellschaftliche Bedingungen und den beruflichen Kontext anzuregen sowie das methodische Handwerkszeug an die Hand zu geben. Zugleich wird der Prozess der fachlichen Arbeit in den Fokus genommen, der im Nebeneinander von Planen, Steuern und Managen den Kern der Sozialpädagogischen Familienhilfe bildet.
Das Lehr- und Praxisbuch besticht durch seinen gut strukturierten Aufbau und didaktische Hilfen wie Übungen und einem umfangreichen Methodenkoffer.
Inhalt
Vorwort....................................................................................................... 5
Einige Lesehinweise................................................................................... 15
1 Einleitung......................................................................................... 17
1.1 Systematisierung der SozialpädagogischenFamilienhilfe .... 17
1.2 Entwicklungen des Arbeitsfeldes.............................................. 19
1.3 Statistischer Überblick ............................................................... 21
1.4 Lebenssituationen und Problemlagen von Familien -
zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und subjektiven
Bewältigungsmöglichkeiten ...................................................... 23
1.5 Professionelle Antworten: Lebensweltorientierung, Hilfe
und Kontrolle, methodische Ansätze....................................... 28
1.6 Zusammenfassung ...................................................................... 30
1.7 Aufbau des Buches...................................................................... 31
2 Ich als Familienhelfer*in oder: »Wofür wirst du eigentlich
bezahlt?«
Grundfragen von Haltungen, persönlichen Anliegen, der
Motivation von Fachkräften und gesellschaftlichen
Erwartungen an die Sozialpädagogische Familienhilfe .......... 32
2.1 Ein Blick in die Praxis ............................................................... 35
2.2 Zur Bedeutung historischer Personen...................................... 38
2.3 Warum es unabdingbar ist, eine professionelle Haltung zu
haben und vertreten zu können................................... 41
2.4 Was macht die professionelle sozialpädagogische Haltung
aus? - Eine Standortbestimmung.................................. 43
2.5 Hilfen für das Selbststudium.................................................... 45
3 »Es gibt viele Möglichkeiten, eine Wohnung zu betreten.«
Vorbereitung, Zugang und Gestaltung der ersten Kontakte .. 46
3.1 Die Aufgaben der Familienhelfer*in am Anfang der Hilfe .. 47
3.2 Wie werden Sozialpädagogische Familienhilfen initiiert?.... 48
3.3 Erste Begegnungen............................................................ 49
3.4 Faktoren des Gelingens beim Erstkontakt..................... 52
3.5 Wer sind die Familien?..................................................... 53
9
Inhalt
3.6 Hilfe und Kontrolle.................................................................... 54
3.7 Nähe und Distanz....................................................................... 55
3.8 Methodische Anregungenzur Gestaltung der Balance von
Nähe und Distanz....................................................................... 56
3.9 Fall, Fallmanagement und Fallverstehen................................. 58
3.10 Weitere professionelle Aufgaben: Clearing und
Krisenintervention ......................................................... 62
3.11 Formale Handlungsschritte beim Beginn einer
Sozialpädagogischen Familienhilfe- Falleingangsphase....... 64
3.12 Unsicherheiten, Probleme und Herausforderungen beim
Falleingang...................................................................... 67
3.13 Zeit nehmen................................................................................ 71
3.14 Formaler Check zum Überblick am Hilfebeginn................... 71
3.15 Hilfen für das Selbststudium..................................................... 74
4 »Rechte ohne Ressourcen zu besitzen, ist ein grausamer
Scherz.«
Beteiligungsrechte in der Sozialpädagogischen Familienhilfe 76
4.1 Ein Blick in die Praxis ............................................................... 76
4.2 Was ist eigentlich Beteiligung?.................................................. 77
4.3 Sozialpädagogisch-fachliche Grundlagen vonBeteiligung ... 80
4.4 Widersprüche und Herausforderungen.................................... 81
4.5 Allgemeine Bedeutungen von Beteiligung in der Kinderund Jugendhilfe.............................................................. 82
4.6 Die Beteiligung der ganzen Familie beim Hilfegeschehen .. 83
4.7 Perspektiven auf Beteiligung aus der Sicht von Fachkräften
und von Eltern............................................................... 84
4.8 Beteiligung von Kleinkindern................................................... 87
4.9 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen............................ 88
4.10 Voraussetzungen einer gelingenden Beteiligung..................... 92
4.11 Eine Kultur von Beteiligung schaffen ...................................... 93
4.12 Kinder und Jugendliche konkret beteiligen............................ 93
4.13 Methoden der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen in der Sozialpädagogischen Familienhilfe....... 95
4.14 Hilfen für das Selbststudium.................................................... 106
5 »Jede Familie tickt anders.«
Die Gestaltung des Hilfeprozesses gemeinsam mit Kindern,
Jugendlichen und Eltern............................................................... 108
5.1 Der Arbeitsalltag in der Sozialpädagogischen Familienhilfe 109
5.2 Methodische Entwicklungen, Annahmen und Vorgehen im
Kontext einer lebensweltorientiertenFamilienhilfe ... 111
5.3 Probleme, Unsicherheiten und Herausforderungen in der
Praxis .............................................................................. 116
5.4 Handlungskompetenzen undMethodenkoffer......................... 117
5.5 Hilfen für das Selbststudium..................................................... 131
10
Inhalt
6 Die Gretchenfrage: »Und was ist mit dem Kindeswohl?«
Gefahren und Gefährdungen erkennen und helfen..... 134
6.1 Kinderschutz, Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung im
Kontext der Sozialpädagogischen Familienhilfe.................... 137
6.2 Was ist eine Kindeswohlgefährdung?........................................ 144
6.3 Formen von Kindeswohlgefährdung........................................ 145
6.4 Gefahren und Gefährdungssituationen von Kindern und
Jugendlichen erkennen, einschätzen und helfen ................... 148
6.5 Wie gleichzeitig Kinder schützen und Familien helfen?....... 151
6.6 Rechtliche Aspekte: Strafrecht, Garantenstellung und
Datenschutz..................................................................... 160
6.7 Wie gehe ich mit Druck von außen/der Öffentlichkeit um? 164
6.8 Hilfen für das Selbststudium.................................................... 165
7 »Erst muss ich mich mal darum kümmern, dass meine
Kinder satt werden.«
Grundbedürfnisse und Grundsicherung von und für Kinder
und Eltern ....................................................................................... 167
7.1 Exkurs: Bedingungsloses Grundeinkommen zur
Verbesserung von Erziehungssituationen in Familien? ......... 168
7.2 Grundsicherung im Kontext der Sozialpädagogischen
Familienhilfe................................................................... 170
7.3 Stufen der menschlichen Grundbedürfnisse............................ 174
7.4 Was braucht ein Kind, um gesund und entsprechend seiner
Bedürfnisse aufzuwachsen?............................................ 176
7.5 Was brauchen Kinder für ihr Wohl? ................................. 176
7.6 Erscheinungsformen einer gesundenEntwicklung.................. 180
7.7 Hilfen für das Selbststudium...................................................... 182
8 »Abschiede sind Tore in neue Welten.«
Gestaltung des Abschieds, Ressourcen, Netzwerke und
Unterstützung im Sozialraum...................................................... 184
8.1 Reguläre Beendigung ................................................................ 186
8.2 Ungeplante Beendigungen und Abbrüche ............................. 187
8.3 Vorschläge zum methodischen Vorgehen bei der Gestaltung
von Abschieden............................................................... 189
8.4 Hilfen für das Selbststudium.................................................... 197
9 »Vom Lesen einer Speisekarte werde ich nicht satt.«
Administrative Anforderungen an Fachkräfte.............. 198
9.1 Fachlichkeit versus Administration........................................... 198
9.2 Wie kommt die Familie zur Hilfe bzw. Leistung? -
Administratives Vorgehen.............................................. 199
9.3 Anlässe für Sozialpädagogische Familienhilfe und
Problemdefinitionen.................................................................. 202
9.4 Die Beteiligten und ihre Rollen................................................ 202
11
Inhalt
9.5 Spannungsverhältnisse und strukturelleWidersprüche.......... 203
9.6 Unsicherheiten und Herausforderungen in der Praxis........... 205
9.7 Handlungskompetenzen ............................................................ 209
9.8 Kooperationen und Vernetzung................................................ 209
9.9 Hilfen für das Selbststudium..................................................... 211
10 »Das Kleingedruckte ...«
Rahmenbedingungen der Familienhelfer*innen........... 212
10.1 Kein Zufall - fachliches Angebot, Finanzierung und
Qualität der Sozialpädagogischen Familienhilfe.................... 213
10.2 Professionalisierung und Dienstleistungserbringung ............. 218
10.3 Partnerschaftliche Zusammenarbeit......................................... 221
10.4 Regionale Disparitäten, Erwartungen und ungleiche
Ressourcenausstattung .............................................................. 222
10.5 Arbeitsformen Dialogischer Qualitätsentwicklung ................ 223
10.6 Hilfen für das Selbststudium..................................................... 228
11 »Tue Gutes und rede darüber.«
Darstellung der Sozialpädagogischen Familienhilfe und
Öffentlichkeit....................................................................... 229
11.1 Entwicklungen, Aufgaben und Anforderungen im Bereich
der Dokumentation und Präsentation.......................... 230
11.2 Darstellungs- und Präsentationskontexte der
Sozialpädagogischen Familienhilfe.......................................... 231
11.3 Organisation, Management und betriebswirtschaftliches
Controlling der Kinder- und Jugendhilfe .............................. 233
11.4 Legitimation von Hilfeentscheidungen in Konfliktlagen
und besonders schwierigen Fällen............................................ 235
11.5 Öffentlichkeits-und Pressearbeit............................................... 236
11.6 Gremienarbeit.............................................................................. 236
11.7 Lehre, Praxisforschung und externe Evaluation ...................... 237
11.8 Informationen für junge Menschen und ihre Familien, die
in der Sozialpädagogischen Familienhilfe begleitet werden 237
11.9 Berufspolitische Interessenvertretung....................................... 238
11.10 Unterschiede zwischen praktischer Tätigkeit und
öffentlichen Darstellungen....................................................... 238
11.11 Handreichungen für die praktische Arbeit............................. 240
11.12 Hilfen für das Selbststudium.................................................... 244
Schlusswort................................................................................................ 245
Abkürzungsverzeichnis............................................................................ 247
Methodenkoffer ........................................................................................ 249
Verfahren und Techniken ..................................................................... 249
12
Inhalt
Literaturverzeichnis................................................................................... 251
Die Autorinnen......................................................................................... 266